Depressionen – Was tun gegen Depressionen?

Lassen Sie uns am Anfang einige Mythen über Depression sofort loswerden. Depression sind nicht ein Zeichen der Schwäche. Sie sind auch nicht ein Zeichen von Charaktermangel oder Mutlosigkeit. Depressionen können jeden treffen. Dabei spielt es keine Rolle ob jemand erfolgreich ist oder eher weniger.  Selbst Berühmtheiten wie Winston Churchill, Siegmund Freud oder der 2005 verstorbene deutsche Schauspieler Harald Juhnke sind nur drei von vielen (historischen) Persönlichkeiten, von denen man weiß, dass sie unter ernsthaften Depressionen gelitten haben.

Jeder Mensch hat mal im Laufe seines Lebens eine depressive Fase. Sei es der Verlust eines geliebten Menschen, Arbeitslosigkeit, finanzielle Probleme, Ehekrise… Meistens findet sich eine Lösung und man schafft es wieder in den Alltag zurückzukommen und so die depressive Fase zu beenden.

Wann werden Depressionen krankhaft?

Gesunde Menschen denken, wenn sie das Wort Depressionen hören, gleich an Menschen die tieftraurig durch das Leben gehen und selbstmordgefährdet sind. Das sind zwar auch ernsthafte Anzeichen von Depressionen, doch auch nicht die einzigen.

Viele Menschen mit Depressionen können nicht einmal mehr Trauer verspüren. Sie sind gefühllos, innerlich leer, zeigen zu nichts mehr Interesse, wirken apathisch, spüren eine innere Unruhe, lassen sich durchs Leben treiben und sind dabei selber antriebslos. Sie können sich nicht mehr konzentrieren entwickeln einen Selbsthass oder resignieren.

Depressionen haben viele Gesichter, doch eines haben die meisten Betroffenen gemeinsam: Ihr normaler Alltag ist sehr eingeschränkt und tägliche Aufgaben und Pflichten, werden oft zu unüberwindbaren Hürden.

Es gibt viele Ursachen und Anzeichen von Depressionen, die bei jedem Menschen anders sein können. Die besten Informationen erhalten Sie bei einem Arzt oder Psychologen. Deshalb werde ich am Ende von diesem Artikel Ihnen einige weiterführende Links geben.

Meine Erfahrung mit Depressionen

Die oben aufgeführten Erscheinungsbilder basieren zum Großteil auf meine eigenen Depressionen, die ich vor einigen Jahren hatte. Bei mir war es die plötzliche Leere, die innere Unruhe und dieses antrieblose Leben, dass ich hatte. Selbst wenn mir einer einen Tritt in den Hintern gegeben hätte, dann wäre eher sein Fuß gebrochen, als das er mich auch nur einen Millimeter nach vorne gebracht hätte.

Die Depressionen hatten bei mir mehrere Ursachen, die aber wiederum Hand in Hand gingen. Eine davon waren meine jahrelangen plötzlichen Panikattacken, in die ich mich immer mehr hineinsteigerte. Die andere war der ganze Stress, mit dem ich einfach nicht mehr fertig geworden bin. Ich fing an zu resignieren und war oft zum Schluss nicht einmal mehr in der Lage die Wohnung zu verlassen.

Doch die wirkliche Ursache, dass es erst soweit gekommen ist, waren meine Gedanken und mein Handeln.

Erst nachdem ich mir professionelle Hilfe holte, habe ich viel über mich, meine Depressionen und die ganzen anderen Probleme erfahren. Ich habe gelernt, dass mich nicht die Situation depressiv macht, sondern das es meine Gedanken sind. Es war die mangelnde Fähigkeit, mit meinen Problemen richtig umzugehen.

Wie schreibt, der für mich einer der besten Psychologen Dr. Merkle, auf seiner Seite so schön zum Thema Depressionen, wo es um den Absatz „Ursachen von Depressionen“ geht:

Nur ein sehr geringer Prozentsatz der Depressionen ist genetisch bedingt, wie etwa die manisch-depressive Störung.

Die meisten Depressionen sind auf mangelnde seelische Bewältigungsstrategien zurückzuführen. Zu den seelischen Bewältigungsstrategien zählt z.B. die Fähigkeit, mit Ablehnung und Kritik umzugehen, mit Verlusten fertig zu werden, Konflikte ertragen und austragen zu können, usw.

Verlieren wir z.B. unsere Stelle, glauben wir vielleicht, nie mehr eine Anstellung zu bekommen. Trennt sich unser Partner von uns, glauben wir, ohne seine Liebe nicht leben zu können oder nie mehr einen Partner zu finden. Unterläuft uns ein Fehler, halten wir dies für unverzeihlich und sehen uns als unfähigen Menschen und Versager.

Alle Menschen haben Probleme. Alle Menschen erleiden Verluste. Alle Menschen sind Kritik ausgesetzt, alle Menschen erleiden Fehlschläge und Niederlagen. Alle Menschen stoßen immer mal wieder auf Ablehnung. Warum sind dann nicht alle Menschen depressiv? Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort:

Es sind nicht die Bedingungen, unter denen wir leben, die über unsere Gefühle bestimmen, sondern die Art und Weise, wie wir mit den Bedingungen umgehen. Es ist unsere Art der seelischen Bewältigung, die darüber entscheidet, wie wir emotional reagieren, ob wir depressiv werden oder über das Problem hinwegkommen.

Die Tatsache, dass Menschen in ein und derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren (manche reagieren ärgerlich, andere ruhig, wieder andere enttäuscht und manche reagieren verzweifelt), zeigt, dass nicht die Situation depressiv macht, sondern unsere Gedanken über die Situation.

(Den Link zum ganzen Artikel, erhalten Sie am Ende)

Da kann ich ihm nur zustimmen! Wenn man lernt, seine Gedanken zu steuern, anstatt sich von seinen Gedanken steuern zu lassen und Strategien entwickelt, um mit seinen Problemen fertig zu werden, dann  findet man immer einen Weg oder eine Lösung. Das gilt für depressive Verstimmungen genauso, wie bei anderen Problemen.

Bei „kleineren“ Depressionen, gibt es viele nützliche Informationen und Ratschläge, wie man sie selbst bewältigen kann. Dabei muss man nicht einmal das Haus verlassen. Wir leben in einer Welt, wo man alle Informationen mit nur einem Klick erhalten kann. Das Internet bietet für fast alles Lösungsmöglichkeiten. Doch auch da sollte man die richtigen Seiten finden. Deshalb werde ich Ihnen jetzt einige Links geben, wo Sie sich ausführlich zum Thema Depressionen informieren können.

Hinweis: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie (oder jemand den Sie kennen), mit der momentanen Situation nicht alleine fertig werden, dann gehen Sie auf alle Fälle zu Ihrem Arzt oder zu einem Psychologen und lassen Sie sich helfen.

Ich selbst habe diesen Weg gewählt und bin heute glücklich, dass ich es gemacht habe. Nur so konnte ich vieles über mich erfahren, viel neues lernen und meine Strategien entwickeln. Wenn Sie mehr über mich und meine Therapie erfahren wollen, dann klicken Sie HIER.

Weiterführende Links zum Thema Depressionen:

Internetseiten:

  • Depressionen was tun? Psychotipps von Dr. Merkle. Hier klicken
  • Depressionen – Ausführlicher Artikel auf Wikipedia: Hier klicken
  • Siftung Deutsche Depressions Hilfe: Hier klicken
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psycotherapie und Nervenheilkunde: Hier klicken
  • Österreichisches Bündnis gegen Depressionen: Hier klicken
  • Schweizer Bundesamt für Gesundheit: Hier klicken

Bücher und Ratgeber:

Videos – Depressionen:

 

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